cover: Haltung als Handlung - Das Zentrum für Politische Schönheit

Haltung als Handlung - Das Zentrum für Politische Schönheit

hg. von Raimar Stange, Miriam Rummel, Florian Waldvogel


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352 Seiten, 100 Abbildungen in Farbe, 16 cm x 24 cm, gebunden

3. bearbeitete Auflage
ISBN: 978-3-88960-171-1
Preis: 19,99 €

Beschreibung

„Aufrüttelnde und provozierende Aktionen im Namen der Menschenrechte sind ihr Markenkern.“ Deutschlandfunk Kultur

„Wir drängen in eine Leerstelle, die jahrzehntelang von öffentlichen Intellektuellen besetzt wurde: das moralische Gewissen.“ ZPS

„[…] wenn radikale Kunst kriminalisiert wird, wird der Staat kriminell.“ Philipp Ruch

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) arbeitet an der Zukunft des politischen Widerstands im 21. Jahrhundert und setzt dabei auf Menschlichkeit als Waffe. Grundüberzeugung des ZPS ist, dass die Lehren des Holocaust durch die Wiederholung politischer Teilnahmslosigkeit, Flüchtlingsabwehr und Feigheit annulliert werden und, dass Deutschland aus der Geschichte nicht nur lernen, sondern auch handeln muss. Als Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit gehört das ZPS zu den innovativsten Inkubatoren politischer Aktionskunst und steht für eine erweiterte Form von Theater: Kunst muss weh tun, reizen, Widerstand leisten.
Damit steht das ZPS im Mittelpunkt vieler Kontroversen und stößt wichtige Grundsatzdiskussionen an: Wie weit geht die verfassungsrechtlich garantierte künstlerische Freiheit? Was darf politische Kunst? Welcher Mittel kann sie sich bedienen? Die Aktionen des ZPS sind oft bewusst provokativ und zeigen bestehende Polarisierungen und Missstände in der Gesellschaft auf, aber unabhängig davon wie man den künstlerischen Gehalt bewertet, muss es immer möglich sein, dies kritisch zu diskutieren.
Die Publikation stellt erstmals alle wichtigen Aktionen des künstlerischen Kollektivs in Buchform vor und hinterfragt deren Arbeit in fünf interdisziplinären
Essays von Karen van den Berg, Florian Malzacher, Mely Kiyak, Raimar Stange und Florian Waldvogel. Neben einem Pressespiegel beleuchtet ein Interview von Raimar Stange mit Shermin Langhoff (Maxim Gorki Theater Berlin) und Jakob
Augstein (Der Freitag) schließlich die Aktionen des ZPS gleichsam aus der Außenperspektive.