cover: With the FEAR to FAIL I start to FAKE for the FAME Inhalt: 978-3-88960-190-2

With the FEAR to FAIL I start to FAKE for the FAME

Florian Huth


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2019, Softcover, Fadenheftung, 68 Seiten, ca. 56 Farbabbildungen, 24 x 33 cm
mit Textbeiträgen von Stefan Römer, Max Weisthoff & Constanze Metzel
ISBN: 978-3-88960-190-2
Preis: 25,00 €

Beschreibung

Die ökonomischen Interessen des Kunstbetriebs und der Kreativindustrie erscheinen heute oft als die alles bestimmenden Maßstäbe künstlerischer Praxis und kultureller Produktion. Der Boom des Kunstmarkts lässt nur Platz für einige wenige Gewinner*innen: Wer hat das Glück gesehen zu werden? Wessen Werke fließen in den Kanon ein? Welche Kreativität hat einen Marktwert? Und wer darf Teil dieses Betriebs werden? Etwa 4 % der Absolvent*innen an deutschen Kunstakademien gehören zu den Happy Few.
Unter dem emanzipatorischen Aspekt, Kunst und Markt zu enthierarchisieren und zu demokratisieren, eröffnet Florian Huth mit seiner Künstlerpublikation einen alternativen Raum frei von kommerziellen und systemimmanenten Zwängen. Durch den Akt der Aneignung unterläuft er fundamentale Kategorien wie das Kriterium der Originalität und bricht mit den konventionellen Denkstrukturen des Kunstsystems. Die künstlerische Strategie der Appropriation/des Fake ermöglicht eine Kritik der Institutionen der Kunst sowie ihrer Ideologie des Originals und entlarvt dabei auch die gewandelten kontextuellen und konzeptuellen Bedingungen der Reproduktion.
Im Rahmen seines Diploms wirft Florian Huth einen zeitgemäßen Blick auf die Flut unserer medialen Bilderwelten – dabei dient die Publikation nicht nur als Echokammer ihrer (Re-)Artikulation, Interpretation und Reflexion. Als eigenständige Arbeit spielt sie auch bei der Verhandlung und Kontextualisierung des (eigenen) Werkbegriffs eine tragende Rolle.
Eine Diskursanalyse des Kunsthistorikers Stefan Römer verortet diese Praxis in gegenwärtigen künstlerischen und theoretischen Diskussionen. Weitere Beiträge von Max Weisthoff & Constanze Metzel loten Subjektivitätsformen aus und dekonstruieren Autorschaft als relative Instanz.