cover: Ivo Rick Inhalt: 978-3-88960-177-3

Ivo Rick

Modules 015-018


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2018, 176 Seiten, 21 x 27,6 cm, vierfarbig, 71 Abbildungen, Klebebindung, Softcover mit Schutzumschlag
Mit Texten von Chris Fitzpatrick und Jochen Meister
Im Rahmen der Publikation erscheint eine Edition mit Texten von David Friedrich
ISBN: 978-3-88960-177-3
Preis: 28,00 €

Beschreibung

Ivo Rick (*1989 in Borken) lebt und arbeitet in München. 2010-2017 Studium an der AdBK München. 2015 Auslandsstudium am ECA, Edinburgh. Für sein Diplom an der AdBK München (2017) erhielt er den Preis des Akademievereins. Seine Arbeiten waren u.a. vertreten bei: "Theater of Measurement“, Kunstverein München (2017); „GELD“, Semperdepot, Wien (2017); „DIY-Design“, Bröhan-Museum Berlin (2016); „shzma s elf“, v240, Amsterdam (2016); „Low Risk Occupiers“, St. Margret’s House, Edinburgh.

Genau hier scheint mir die künstlerische Arbeit von Ivo Rick anzusetzen, an einer Schnittstelle, die sich dem Eindeutigen entzieht. Sie wirken präzise; ihre Form ist reduziert; sie sehen aus wie Designobjekte, anwendbare Kunst. Sie simulieren also einen Nutzen, und ihre Wahrnehmung wird dadurch für mich zur Gratwanderung. […]
Neben der Architektur erscheint mir Design als das andere große System, in dem Ivo Rick die Zwischenräume für seine Kunstwerke findet, als Denkobjekte und Sinnesobjekte zugleich. Spezifisch bleibt das Ausblenden der Produktion und ihrer Bedingungen. Dies schafft ein absolutes Narrativ, eine Erzählung ohne Autor*in. 
Mit der Simulation einer Funktion ist schließlich ein erzählerischer Moment verbunden. […]
Die Zwischenräume, Symbiosen und Schnittstellen, die sich in der Beschäftigung mit Ivo Ricks Arbeiten ausmachen lassen, erzählen letztlich von der Faszination körperlicher Existenz und sinnlicher Erfahrung, die nicht Nutzen und Zweck unterworfen sind, sondern in der sorgfältigen Verarbeitung und der formalen Perfektion eines Objektes ohne spezifische (Nutz-)Eigenschaften gespiegelt werden. Die Erzählung dazu findet in meinem Kopf statt, und möglicherweise wird die Arbeit dann zum Katalysator eines spirituellen Moments, der durch das Sinnliche, die sichtbare Form, eine Brücke zu den Prinzipien der Wahrnehmung als auch zu deren Grenzen schlägt. Dieses Erkennen hervorzurufen, ist nicht wenig für ein Kunstwerk.

Jochen Meister