cover: Werke im Wandel? Zeitgenössische Kunst zwischen Werk und WirkungInhalt: 978-3-88960-063-9

Marco Evaristti: Helena, 2000
KunstmuseumTrapholt, Kolding
© VG Bild-Kunst, Bonn.

Lars Blunck (Hg.)

Werke im Wandel? Zeitgenössische Kunst zwischen Werk und Wirkung

Mit Beiträgen von Lars Blunck, Dorothea von Hantelmann, Christian Janecke, Slavko Kacunko, Katja Kwastek, Juliane Rebentisch und Philip Ursprung.


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2005, 180 Seiten, 28 Abbildungen, 21 x 13 cm, kart.
ISBN: 978-3-88960-063-9
Preis: 21,00 €

Beschreibung

Im Begriff Werk – zumal im Begriff Kunstwerk – konnotieren sich bis heute Kategorien wie Form und Gestaltung, Originalität und Einmaligkeit, Autonomie und Aura, Dauer und Geschlossenheit. In dieser Perspektive indes sind Werke heute in der zeitgenössischen Kunst wohl 'out'! Es werden nicht mehr Werke geschaffen – zumindest nicht nach den Verlautbarungen der begleitenden Kunsttheorie. Auf der Agenda der zeitgenössischen Kunst scheint vielmehr die Aktivierung von Erfahrungspotentialen zu stehen: Kunst, die zur Aufführung kommt, Kunst, die sich im Handlungsvollzug generiert, performative Installationen, psycho-physische Irritationen, inszenierte Ereignisse, ortsspezifische Interventionen, soziopolitische Kontextbildungen – nur eben keine Werke.

Die Beiträge des vorliegende Band fragen aus unter-schiedlichen Perspektiven danach, ob und inwiefern sich der Werk-Begriff in der zeitgenössischen Kunst tatsächlich entgrenzt oder aufgelöst hat – und danach, wie weit sich unsere Vorstellungen von Werk nicht bloß gewandelt haben? Sind an Stelle von Aura, Autonomie und Einzigartigkeit nicht andere Kriterien getreten, mit denen wir unser Verständnis von Werken und Kunstwerken markieren? Sind mit den Größen Unausdeutbarkeit, Selbstreferentialität, Perfor-ma-tivität u.ä. Kriterien eingeführt, die so gänzlich unvereinbar sind, mit jedem Begriff des Werks? Kurzum: Sind die Begriffe Werk und Wirkung heute antinomisch zu denken, wie dies in der jüngeren Kunsttheorie und -kritik häufig genug vertreten wird?

Autoreninfo

Dr. Lars Blunck, geb. 1970, ist Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. 2008 ist im Verlag Silke Schreiber seine Habilitationsschrift „Duchamps Präzisionsoptik“ erschienen.